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THEMAtisch | No16 | KRAFT & wirkung von MUSIK


Sie berührt uns emotional, kann uns zu Höchstleistungen antreiben oder die Vergangenheit wieder aufleben lassen. Musik dringt direkt in unser Gehirn und löst dort

ein wahres Feuerwerk an Reaktionen aus.



KRAFT DER MUSIK

Musik ist viel mehr als nur ein schöner Zeitvertreib. Musik kann Balsam für die Seele sein, aber auch die geistige und soziale Entwicklung von Kindern fördern. Selbst Erwachsene können vom Musizieren profitieren – es mobilisiert das Gehirn und produziert Glückshormone. Kein Wunder, dass Musik heute von vielen Experten nicht nur als schönes Hobby angesehen, sondern in der Medizin auch als therapeutisches Hilfsmittel einsetzt wird. Musik wirkt sich auf den gesamten menschlichen Körper aus. Musikunterricht fördert die soziale Kompetenz von Kindern. Die Gehirne von Musikern sind anders strukturiert. Musik kann als Gedächtnisstütze dienen und Emotionen auslösen.

 

 

WIE MUSIK AUF DEN MENSCHEN WIRKT

Tatsächlich verändert sie den Herzschlag, den Blutdruck, die Atemfrequenz und die Muskelspannung des Menschen. Und sie beeinflusst den Hormonhaushalt. Die Klänge wirken vor allem auf Nebenniere und Hypophyse. Je nach Musikart werden verschiedene Hormone abgegeben – Adrenalin bei schneller und aggressiver Musik, Noradrenalin bei sanften und ruhigen Klängen. Letztere können so zum Beispiel die Ausschüttung von Stresshormonen verringern und die Konzentration von schmerzkontrollierenden Betaendorphinen im Körper erhöhen.

 

Musik kann so tatsächlich Schmerzen dämpfen. Folgerichtig wird sie deshalb heute schon in der Medizin in den verschiedensten Bereichen therapeutisch eingesetzt. Vor allem in der Psychiatrie und in der Schmerztherapie leistet sie nützliche Dienste. Aber auch in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten und in der Geriatrie kann sie ein wertvolles Hilfsmittel sein. Denn Musizieren kann wie ein Jungbrunnen für das Gehirn sein, weil dabei neue Nervenverschaltungen gebildet werden.

 

 

WAS MUSIKUNTERRICHT IN DER SCHULE BRINGT

Fast unbestritten ist seine pädagogische Bedeutung. Fächer wie Deutsch oder Mathematik werden zwar in den Lehrplänen bevorzugt, weil man sie für wichtiger hält, um die Schüler ins Erwerbsleben zu integrieren. Aber Modellversuche haben gezeigt, dass Musikunterricht auch einen Beitrag zur sozialen Entwicklung der Kinder leistet.

 

In einer Langzeitstudie an mehreren Berliner Grundschulen (nach ihrem Initiator Prof. Dr. Hans Günther Bastian "Bastian-Studie" genannt), hat sich die soziale Kompetenz der beteiligten Kinder deutlich gesteigert. Die Zahl der Schüler, die ausgegrenzt wurden, hatte abgenommen, während der Anteil der Kinder, die keine einzige Ablehnung durch ihre Klassenkameraden erhielten, doppelt so hoch wie an konventionellen Schulen war. Außerdem herrschte an diesen Schulen ein merklich ruhigeres, aggressionsfreieres Klima. Wie ist das zu erklären? Gemeinsames Musizieren erfordert fein abgestimmtes Aufeinander-Hören. Musik schult so auch die Wahrnehmung des Anderen. Und so lernen die Kinder auch, zum Beispiel auf den Stimmklang der anderen zu hören, nach dem sie die Stimmung eines Menschen beurteilen können.

 

Musizieren hat außerdem ein unmittelbar belohnendes Ergebnis: Wenn es passt, klingt es auch schön. So werden Motivation und Konzentration trainiert. Ein weiteres, besonders überraschendes Ergebnis der Bastian-Studie konnte allerdings in anderen Versuchen noch nicht bestätigt werden. In der Bastian-Studie schien die Intelligenz der beteiligten Kinder zugenommen zu haben. Der IQ-Mittelwert (Intelligenzquotient) der Modellgruppen lag bei über 110, der IQ-Mittelwert der Kontrollklassen nur bei 105. Vielleicht hatten die Berliner einfach Glück mit den Kindern? Vielleicht lag es aber auch daran, dass die Kinder im Pilotprojekt generell mehr Zuwendung erfahren haben? Oder daran, dass sie motiviertere Eltern hatten? Musik steigert die die soziale Kompetenz.

 

 

WIE DAS GEHIRN MUSIK VERARBEITET

Trotzdem war der Gedanke, dass Musik die Intelligenzentwicklung beeinflussen könnte, nicht abwegig. Denn Musik stellt für das Gehirn eine große Herausforderung dar, könnte auch einen Trainingseffekt haben. Das liegt unter anderem daran, dass Musik aus einer Fülle von gleichzeitig dargebotenen Informationen besteht. Das Gehirn muss etwa Tonhöhen und Melodien erkennen und sie miteinander vergleichen.

 

Außerdem muss es die zeitliche Abfolge der Töne erfassen. Daraus ergeben sich nämlich Takte und Rhythmen. Gleichzeitig ankommende Töne muss es zu Akkorden sortieren. Dann sind da noch die Position und die Art der Schallquelle: Wer Musik hört, weiß ja in der Regel, ob da gerade ein Schlagzeug oder ein Klavier spielt, und wo es im Raum steht.

 

Auch das muss das Gehirn natürlich erst einmal durch eine Fülle von Messungen und Vergleichen feststellen. Einige diese Aufgaben teilen sich die linke und die rechte Gehirnhälfte. Bei Profimusikern ist diese Aufteilung übrigens oft genau anders herum – warum, das weiß man noch nicht. Musikergehirne unterscheiden sich auch sonst von den Gehirnen nicht musizierender Menschen. Bei ihnen sind die Bereiche, die die Aktivitäten der Hände mit denen des Hörens und Analysierens verknüpfen, besonders stark ausgebildet.

 

Und das wiederum zeigt, dass die Aktivitäten beim Musizieren, aber auch die beim Musikhören, das Gehirn bleibend verändern. Alle Neuverschaltungen, die zwischen den Nervenzellen im Gehirn durch Musik entstehen, bleiben dem Menschen auch erhalten.

 

 

GEDÄCHTNISTRAINING

Man nimmt deshalb auch an, dass Musik den Abbau von Nervenzellen im Gehirn alter Menschen verhindern kann. Einige der im Alter betroffenen Gehirnareale sind bei Musikern stärker ausgebildet. Auf jeden Fall aber hat Musik einen Trainingseffekt für das Gedächtnis. Alle am Hören und am Lautebilden beteiligten Hirnpartien werden durch Musik trainiert und stimuliert. Für sogenannte tonale Sprachen, also Sprachen, deren Verständnis sehr stark von akustischen Feinheiten abhängt, wie zum Beispiel beim Chinesischen, ist das auch schon belegt worden. Außerdem wirkt Musik als Gedächtnisstütze. Aus diesem Grund werden auch Kirchenlieder gesungen: damit man ihren Inhalt besser im Gedächtnis behält. Mit Anatomiestudenten wurde versucht, diese Erkenntnis nachzuvollziehen. Man ließ die Studenten ihren Stoff singen, und diese haben ihn tatsächlich besser behalten!

 

 

WIE MUSIK EMOTIONEN AUSLÖST

Auch das für Gefühle zuständige limbische System im Gehirn wird durch Musik angeregt. Musik kann deshalb Emotionen auslösen, kann beim Zuhörer Gänsehaut verursachen. Außerdem verbindet sich Musik manchmal mit persönlichen Ereignissen. Wird sie wieder gehört, dann kommen auch die Erinnerungen an erlebte Situationen wieder, genauso wie dabei empfundene Gefühle.

 

So reicht ein Weihnachtslied oft aus, um jemanden in Weihnachtsstimmung zu versetzen. In diesem Zusammenhang funktioniert Musik wie eine Art Sprache, in der bestimmte Ereignisse kodiert sind. Das zeigt sich besonders deutlich bei Filmmusik, zum Beispiel Horror- oder Spannungsmusik.

 

QUELLE


MACHT, Magie und Kraft VON MUSIK - SRF MagaZin Einstein

Doch Musik wirkt noch weit mehr als „nur“ auf unsere Gefühlswelt. Musik ist auch ein Thema in der Medizin und der Neurowissenschaft. «Einstein» zeigt, wie Forscher immer tiefere Einblicke in die Geheimnisse der Musik gewinnen – und wie zunehmend ihre therapeutische Kraftgenutzt wird.


die heilkaft von musik

Wenn man krank ist, greift man je nach Beschwerden zu Medikamenten, man geht zum Physiotherapeuten oder macht eine Psychotherapie. An eine sehr naheliegende Hilfe jedoch denken viele Menschen nicht: die heilende Kraft der Musik. Dabei setzen Menschen sie schon seit Urzeiten für eben diese Zwecke ein. Bereits vor 4.200 Jahren komponierte die sumerische Königstochter Encheduanna Beschwörungsgesänge, um Kranke zu heilen. In der Zeit um Christi Geburt wandte der römische Arzt Celsus Musik bei Depressiven an. Und im Mittelalter sollte Musik die Regulierung der Körpersäfte optimieren, in deren Ungleichmäßigkeit man die Ursache von Krankheiten vermutete.

 

Auch heute schwören viele Experten auf die positiven Wirkungen von Musik – sie gehen das Ganze allerdings ein wenig wissenschaftlicher an. Mit modernen Therapien rückt man neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfällen oder Morbus Parkinson zu Leibe. Statt auf religiöse Beschwörungsgesänge setzt etwa der finnische Psychologe Teppo Särkämö von der Universität Helsinki auf bevorzugte Musikrichtungen von Schlaganfallpatienten. In seinen Studien durfte sich jeweils eine Gruppe von Probanden in den ersten beiden Monaten nach einem Schlaganfall täglich „ihre“ Musik zu Gemüte führen. Eine zweite griff zu Hörbüchern und eine dritte musste ganz ohne akustische Eindrücke vom Tonband auskommen. Alle erhielten medizinische Betreuung und Rehabilitationsmaßnahmen.

 

Wie sich zeigte, verbesserte der Musikgenuss die Genesung der Patienten deutlich. Ihre durch den Schlaganfall beeinträchtigte Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf etwas zu richten, sowie ihr Gedächtnis für Wörter erholten sich besser als bei den anderen Gruppen. “Diese positive Wirkung ging Hand in Hand mit strukturellen Veränderungen im Gehirn”, sagt Teppo Särkämö. “Bei den Patienten vergrößerte sich das Volumen der grauen Hirnsubstanz im präfrontalen und limbischen Areal, die für kognitive Fertigkeiten und Emotionen wichtig sind”, – und zwar vor allem in der gesunden Hirnhälfte. Subjektiv hätten die Patienten das Musikhören als Mittel erlebt, zu entspannen und ihre Stimmung zu verbessern Die Macht der Musik.

 

 

MUSIK WECKT ERINNERUNGEN

Doch wie kann Musik zu solchen tiefgreifenden Veränderungen im Gehirn führen? Beim Hören von Klängen und Rhythmen passiert ganz viel in unserem Kopf. Unter anderem werden dabei musikalische Erinnerungsspuren angelegt und Gedächtniszentren angeregt. Dem Ohr schmeichelnde Klänge können über positive Gefühle auch der Aufmerksamkeit auf die Sprünge helfen.

 

Das machten sich 2009 auch Forscher um David Soto vom Imperial College London zunutze. Ihnen ging es darum, visuellen Neglect zu behandeln, der als Folge eines Schlaganfalls auftreten kann: Bei dieser neurologischen Störung ist meist ein Teil des Parietallappens der rechten Hirnhälfte betroffen, mit dessen Hilfe wir unsere Aufmerksamkeit von einem Punkt des Raumes auf einen anderen richten können. In der Folge kommt den Betroffenen eine Hälfte der Welt abhanden. Obwohl ihr Sehvermögen oftmals intakt ist, ignorieren sie die der Hirnschädigung gegenüberliegende Seite ihres Gesichtsfeldes. Sie essen nur noch von einer Tellerhälfte oder rasieren sich lediglich eine Seite des Gesichts.

 

In der Studie von Soto und seinen Kollegen nun fiel es drei Patienten beim Lauschen ihrer Lieblingsmusik leichter, geometrische Formen auf einem Bildschirm korrekt zu identifizieren – und zwar genau in der Hälfte des Gesichtsfeldes, die sie eigentlich ignorierten. In solchen Situationen zeigte sich per Bildgebung eine funktionale Verknüpfung zwischen Hirnregionen, die für Emotionen wichtig sind und solchen, die für die Aufmerksamkeit relevant sind. Spätere Studien anderer Forscher kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Soto und seine Kollegen vermuten, dass die durch die Musik ausgelösten positiven Emotionen die visuelle Aufmerksamkeit verbesserten.

 

 

KOPPLUNG VON MOTORIK UND HÖREN

Bei anderen Musiktherapien werden die Patienten selbst aktiv. Sie singen gemeinsam mit dem Therapeuten oder lernen, ein Instrument zu spielen. In den Studien von Eckart Altenmüller lernen Patienten mit ihrer betroffenen Hand Klavierspielen, um so nach einem Schlaganfall ihre verlorene Feinmotorik wiederzugewinnen. “Durch die gespielten Töné bekommen sie ein direktes Feedback des Bewegungserfolges der einzelnen Finger”, sagt Altenmüller, der Neurologe an der Hochschule für Musik und Theater Hannover ist. Die Patienten lernen gewissermaßen, die motorischen Zentren über die Hörregionen anzuregen. “Denn wie auch bei gesunden Menschen kommt es bei ihnen durch das Klavierspielen zu einer Kopplung von motorischen Zentren und Hörregionen.” Im Endergebnis verbessern sich dadurch die feinmotorischen Fertigkeiten der Betroffenen auch im Alltag, etwa das Eindrehen von Schrauben oder das Greifen von kleinen Gegenständen. “Vermutlich werden über das Hören Bewegungszentren in den Basalganglien angesprochen, die Bewegungen unterstützen und einleiten können.”

 

 

VOM SINGEN ZUM SPRECHEN

Die aktive Musiktherapie kommt auch bei Aphasien – Sprachstörungen etwa nach Schlaganfällen – zum Einsatz. Sprache wird vorwiegend in einer Hirnhälfte verarbeitet, der “dominanten” Hirnhälfte. Bei Rechtshändern, also der Mehrheit der Bevölkerung, ist dies die linke. Bei der so genannten “melodischen Intonationstherapie” singen Patienten mit Schädigungen von Sprachzentren der linken Hirnhälfte zunächst sehr einfache Sätze wie “Guten Morgen”. Gleichzeitig bewegen sie die linke Hand rhythmisch mit, die von der rechten Hirnhälfte gesteuert wird. “Durch das Singen werden Zentren der rechten, nicht betroffenen Hirnhälfte angesprochen”, erklärt Eckart Altenmüller. “Diese hatten ganz früher, zu Beginn des Spracherwerbs in der Kindheit, noch Reste von Sprachfunktionen und dienen später vor allem der Melodieverarbeitung.” Durch die Handbewegungen wiederum werden vermutlich vor allem die Rhythmusareale aktiviert und gleichzeitig die Durchblutung in der ganzen rechten Hirnhälfte verbessert. Das komme dann auch den Melodiezentren zu Gute, so Altenmüller. Allmählich werden die gesungenen Worte und Sätze für die Patienten komplizierter. Im letzten Schritt werden die gesungenen Sätze wieder der normalen Sprachmelodie angepasst.

“Nach zwanzig bis vierzig Therapiestunden führt das bei einigen Patienten zu einer deutlichen Verbesserung etwa der Sprachflüssigkeit”, sagt Altenmüller. Der Neurologe Gottfried Schlaug von der Bostoner Harvard Medical School konnte zeigen, dass diese Therapie tatsächlich die rechte Hirnhälfte aktiviert, insbesondere die Bahnen zwischen der rechten Hörregion und den rechten Sprachregionen.

 

 

MUSIKALISCHE “ZEITGEBER”

Auch bei der neurodegenerativen Erkrankung Morbus Parkinson haben die Betroffenen mit der Motorik zu kämpfen. Die Krankheit hat ihre Ursache im Absterben von Nervenzellen in der substantia nigra im Mittelhirn, die den wichtigen Botenstoff Dopamin produzieren. Die Patienten haben unter anderem Schwierigkeiten, die Schrittlänge zu regulieren und sie laufen deutlich langsamer. Hier setzt die “Rhythmisch Auditorische Stimulation” an. Die Therapeuten nutzen dabei rhythmische Musik, die sie oft individuell für den Patienten live spielen. Die Patienten bewegen sich dabei zum Rhythmus. Allmählich wird dann das Schritttempo angezogen. “Durch das Hören der rhythmischen Musik können sie die Bewegungen besser synchronisieren”, sagt Eckart Altenmüller. “Damit verbessern sie letztlich die Länge und Geschwindigkeit ihrer Schritte.”

 

Die rhythmischen Klänge wirken wie “Zeitgeber”. Denn die Rhythmen aktivieren nicht nur Hörregionen im Gehirn, sondern auch wichtige motorische Areale unter anderem in den Basalganglien. Das schreiben Forscher um die Neurowissenschaftlerin Jessica Grahn an der kanadischen University of Western Ontario in einer Übersichtsarbeit von 2013 (Get the rhythm).

 

 

 

Für den Musiktherapeut Joachim Nolden der SRH Hochschule Heidelberg ist aber noch ein weiterer Punkt wichtig: “Wenn die Parkinson-Patienten im Rahmen der Musiktherapie mit ihrem Lebensgefährten tanzen, fokussieren sich nicht mehr auf die problematischen Bewegungen.” Sie konzentrierten sich vielmehr auf die Musik und den Tanz. “Sie können dann beim Tanzen spontan Bewegungen abrufen, die sie in einer Übungssequenz nicht hinbekämen.” Ein wichtiger Nebeneffekt: “Beim Tanzen mit dem Partner geht es auch um zwischenmenschliche Aspekte, etwa die Freude daran, dass die Partnerin einen anlächelt.”


PLANET WISSEN DOKU - KRAFT DER MUSIK

"Sie rührt zu Tränen, tröstet und weckt Erinnerungen: "Musik ist das Faszinierendste, was die Menschheit je hervorgebracht hat", sagt der Musikneurologe Stefan Koelsch.


Quellen: Christian Wolf, Youtube und Wikipedia